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In der Corona-Phase antizyklisch handeln

Geplante Unternehmensverkäufe jetzt ordnen und den Verkaufsprozess starten

Das Coronavirus hat die Welt lahmgelegt. Viele glauben, die Wirtschaft geht einer Depression entgegen. Die Stimmung im Lande ist nicht gut und die Psyche leidet. Deshalb sind jetzt Unternehmer gefragt, die handeln, aktiv bleiben und antizyklisch agieren. Das gilt insbesondere für geplante Unternehmensverkäufe.

Der Virologe Alexander Kekulé und der Ökonom Clemens Fuest empfehlen gemeinsam einen baldigen Ausstieg aus dem Lockdown in Deutschland. In einem Interview mit der “Zeit” vom 01. April sprachen sich beide übereinstimmend für einen baldigen Ausstieg aus dem Lockdown aus. Wörtlich heißt es: „In drei bis vier Wochen könnte man beginnen, zu öffnen.“

Experten aus Medizin und Wirtschaft arbeiten an einer Strategie, um die zeitliche Vorgabe realisieren zu können. Die Zeit nach Ostern wird entscheidend sein. Heute, am 02. April 2020, hat sich in Deutschland der Zeitraum für die Verdoppelung der nachgewiesenen infizierten Fälle auf 10,2 Tage deutlich erhöht. Zu Beginn der Ausbreitungswelle lag dieser Wert noch bei 1,8 Tagen.

Wir sehen also, es gibt schon jetzt sehr positive Entwicklungen und Hinweise auf eine Trendwende. Die Ruhephase für die Märkte wird kürzer sein als viele Beobachter heute vermuten. Deshalb sollten die nächsten Tage aktiv genutzt werden, um wichtige Projekte auf den Weg zu bringen. Das gilt besonders für alle Inhaber und Gesellschafter, die ihr Unternehmer verkaufen wollen.

Nutzen Sie die Corona-Pause sinnvoll zum Ordnen Ihrer Unterlagen.
Die Corona-Pause sinnvoll nutzen

Die Corona-Pause sollte dazu genutzt werden, nochmals alle Jahresabschlüsse, Verträge und sonstige Daten und Fakten auf Vollständigkeit zu überprüfen und zusammenzustellen, um wirklich handlungsfähig zu sein. Verkaufsprozesse leiden häufig unter fehlenden Unterlagen und Erläuterungen. Oft können Fragen der Kaufinteressenten nicht sofort beantwortet werden.

Beratungsunternehmen stellen für die gesamte Unternehmensdokumentationen Datenräume zur Verfügung, um den Firmenwert ermitteln zu können und um gut vorbereitet in den Verkaufsprozess zu starten. Deshalb kann die Empfehlung nur lauten, jetzt sofort antizyklisch zu agieren und sich konstruktiv mit dem eigenen Verkaufsvorhaben zu befassen.

Nach der Corona-Krise werden viele Unternehmer gleichzeitig ihr Unternehmen verkaufen wollen, zum einen aus Altersgründen und zum anderen aus finanziellen Gründen, weil der Corona-Schock seine Spuren hinterlassen hat. Und dann wird es noch die Firmeninhaber geben, die ohnehin verkaufen wollten. Deshalb sollte man jetzt gut vorbereitet sein und als einer der Ersten in den Markt gehen, jetzt in der Ruhephase, die den Beteiligten einen großen zeitlichen Vorsprung verschaffen wird, bevor der gesamte Markt von Angeboten überschwemmt wird.

Karl-Otto Billmore
Development & Strategy