Going Concern

M&A wird immer attraktiver

Nachdem der Mittelstand im vergangenen Herbst einen leichten Einbruch erlitten hatte, befindet er sich wieder in einer stabilen Aufwärtskurve. Das besagt eine von der DZ-Bank durchgeführten und im Handelsblatt veröffentlichten Studie, in der 1.500 Teilnehmer befragt wurden. Das Vorjahresniveau ist indes noch nicht ganz erreicht, schuld daran sind der schwache Euro und die Ukraine-Krise.

Rund ein Drittel der mittelständischen Unternehmen wollen noch in diesem Jahr neue Mitarbeiter einstellen –  das ist der höchste Wert seit 20 Jahren. Ebenfalls positiv entwickeln sich die Investitionsabsichten der befragten Unternehmen. Die Investitionsbereitschaft war im vergangenen Jahr stark gesunken. Mittlerweile planen 80% der Befragten, in den nächsten 6 Monaten wieder mehr zu investieren. Das sind so viele wie seit dem Frühjahr 2000 nicht mehr. Die Banken werden von den erhöhten Investitionsabsichten nicht so stark profitieren, denn der Finanzierungsbedarf der Unternehmen bleibt nach wie vor gering, steigt aber zumindest leicht von 21 auf knapp 23 Prozent.

Laut DZ Vorstand, Stefan Zeidler, stehen die Zeichen für erhöhte M&A – Aktivitäten im Mittelstand zurzeit besonders gut. Durch steigende Eigenkapitalquoten und historisch niedrige Zinsen werden unterschiedliche Investitionsmodelle auf breiter Front diskutiert. M&A steht weit oben auf der Liste – auch im Ausland. Der Trend geht zu Unternehmenskäufen, die nicht selten hoch attraktive Geschäfte versprechen.

Generell ist der Zeitgeist ein anderer als noch zu Beginn des Millenniums. M&A ist auch im Mittelstand kein Fremdwort mehr.